Hallo ihr Lieben - ich bin's, der noch namenlose Hippo aus dem Zoo Berlin.
Meine Fans erinnern sich sicherlich noch daran, dass ich anfangs echt Respekt vor meinem Papa Bouli hatte. Ist ja auch kein Wunder - ich wiege so um 60 kg, mein Papa hingen bringt stolze 4,5 - 5 Tonnen auf die Waage. Da möchte ich den sehen, der nicht das P in den Augen stehen hat, wenn er auf einen zukommt.
Gott sei Dank hatte ich das große Glück, dass meine Mama Nala mega gut auf mich aufgepasst hat.
Aber ehrlich mal: Wer so schöne, große Blubberblasen zaubern kann, der kann nicht gefährlich sein!
Wenn ich mal groß bin, will ich das auch können ...
Diejenigen unter euch, die aufgepasst haben, werden sich wundern, wieso ich von der "Schreiberline" am 17. November Besuch bekommen habe und nun am 1. Dezember schon wieder. Nun, die Lösung ist einfach! Die "Schreiberline" hat sich richtig in mich verknallt und musste ein zweites Mal nach Berlin kommen, um mich zu sehen!
Das hat mich natürlich auch sehr gefreut!
Inzwischen waren 2 Wochen vergangen und meine geruhsame Zeit auf dem kleinen Fleckchen, rechts hinten auf der Lagune, näherte sich dem Ende!
Wie ihr ja schon auf dem oberen Bild sehen könnt, gab sich mein Papa Bouli nun echt Mühe mir zu gefallen. Gemeinsam mit Mama Nala hatten die Beiden sich offensichtlich abgesprochen, dass es nun ein Ende mit "der großen Angst vor Papa" haben sollte.
Die Geschichte heute begann folgendermaßen:
Ich hatte es mir auf meinem Stammplatz wieder gemütlich gemacht. Meine Mama lag - ebenso wie sonst auch - vor mir, hatte den Kopf auf dem Rand der Lagune leicht aufgelegt und himmelte mich an! Papa schwamm seine Bahnen. Seine Anwesenheit machte mir schon nicht mehr so große Angst, solange er mich nicht anschaute oder auf die blöde Idee kam, sich auf meine Sandinsel zu hieven.
Heute aber nahm "meine Erziehung oder Eingewöhnung" richtig Fahrt auf, aber seht selbst:
Ich bemerkte meinen Papa auf der Lagune recht spät - kurz wunderte ich mich noch - warum Mama mich nicht geweckt hatte und mich auf die sich anbahnende Gefahr hingewiesen hatte. Wie dem auch sei, jetzt galt es, sich ganz fix aus der Gefahrenzone zu entfernen.
Leichter gesagt, als getan, denn Mama hatte diesmal ihrerseits andere Pläne mit mir. Sie drückte mich mit ihrer Schnauze - nicht grob, aber so konsequent - in die Seite, dass an Flucht nicht zu decken war.
Ohje ...
... das Unglück nahm seinen Lauf - mein Papa schwankte gemächlich auf mich zu und stupste mir ins Hinterteil - langsam, aber zielgerichtet schob er mich gen Wasser ...
Ein wenig beruhigte mich, dass Mama Nala bei mir war - wir hielten innigen Augenkontakt. Irgendwie hatte ich den
Eindruck, als signalisierte sie mir, dass alles gut sei und ich keine Angst haben müsste.
Es gab ja diesmal auch kein vertun - zu versuchen, den passenden Moment zu erwischen, um zu entkommen.
Ich hätte es mich auch nicht getraut - ihr könnt mir glauben, mir stand der Schweiß auf der Stirn ...
Meine Versuche mich zumindest ein wenig zu wehren, indem ich mich mit meinen dicken Stampfern gegen drückte, halfen mir leider auch nicht weiter ...
Aber mein Mama ließ mich nicht aus den Augen und ich vertraute ihr - sie passt ganz sicherlich auf mich auf!
... und so kam es, wie es kommen musste. Ich rutschte von der Lagune ins Wasser ...
Die Szene, die sich im Anschluss vor meinen Augen abspielte, war dann aber schon der Hammer. Bouli und Nala freuten sich wie irre, dass ich die Mutprobe überlebt hatte!
Sie schienen richtig stolz auf mich zu sein. Naja, ehrlich gesagt, ich war es - nachdem der erste Schrecken vergessen war - dann auch - was für ein tolles Aktiönchen von den Beiden!
Zum Schluss bekam ich von Mama einen feuchten Nasenstupser - ich glaube, der war in erster Linie die Belohnung für meinen Mut, aber auch so ein bisschen eine Wiedergutmachung für den mir zugefügten Schrecken
Überhaupt war heute "Papatag" - meine Eltern hatten wohl keinen Bock mehr auf meinen Sturkopf und auf meine Weigerung, Papa an mich heranzulassen. Aber natürlich erschien mir mein Papa wie ein Wesen vom fremden Stern - er musste ja eine ganze Zeit getrennt von uns leben - wir kannten uns erst ca. zwei Wochen.
Und als er dann zu uns ins in die Hippo Bay kam, freute er sich riesig und wollte mich unbedingt kennenlernen. Meine Mama hat versucht ihn abzulenken - einmal haben die Pfleger mit ihm ein wenig gespielt und den Wasserstrahl von oben betätigt, damit er mich auf der Sandbank verschnaufen lässt.
Da machte ich mir schon etwas Sorgen um mich und meine Gesundheit und war froh, dass er überwiegend auf der anderen Seite des Beckens mit den Besuchern herum schäkerte ...
Aber heute nun an diesem Vormittag hatte ich ein ein gutes Gefühl - ich lag mit Mama wieder an meiner gewohnten Stelle im Wasser und beobachtete gewissermaßen aus sicherer Entfernung das weitere Treiben meines Papas ...
Der hatte - bevor er wieder ins Wasser zurück ging - noch einen ordentlichen, gesunden, vegetarischen Schiss hinterlassen - und zwar genau an der Stelle, an der ich meine täglichen Schläfchen mache. Das konnte ja wohl kein Zufall sein ...
Außerdem fiel mir auf, dass Papa an einer ganz anderen Stelle, als Mama und ich, die Sandinsel betrat - sowohl beim Hinauf- als auch beim Hinab steigen. Das ist doch auch komisch, oder ? Gibt es da vielleicht so Hierarchien, die eingehalten werden müssen? Ich weiß es nicht, aber ich werde es weiterhin beobachten ...
Nachdem Papa mir wieder die Bühne überlassen hat, bin ich sofort auf die Insel zurück gegangen - wie ihr seht, kann ich dass jetzt schon ganz gut ohne Mamas Hilfe. Aber vielleicht gibt es ja auch Stellen die unterschiedlich tief sind? Das weiß ich auch nicht, aber für den Moment will ich glauben, dass ich das jetzt alleine kann und kein kleines Baby mehr bin ...
Aber Papa behalte ich zur Vorsicht doch noch genau im Auge ...
Hier scheint alles in Ordnung zu sein - meine Mama döst wieder vor sich hin, hat mich dabei aber fest im Auge - ich erkundige mich noch schnell, ob ich mir wohl die Hinterlassenschaften von Papa genauer ansehen kann und da Mama nichts einzuwenden hat, gehe ich los. Das ist übrigens keine Selbstverständlichkeit, dass ich ohne Mama über die Sandbank laufe - bis jetzt habe ich sie nur betreten, um mich dicht am Rand schlafen zu legen - so dicht, dass mich Mama jederzeit mit ihrer Nase anstupsen kann!
Ehrlich gesagt, hätte ich nicht vermutet, dass Papas Hinterlassenschaft so lecker ist - das schmeckt richtig gut. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht einen Papa zu haben ...
Nachdem das kleine Hüngerchen nun endlich Ruhe gibt, kann ich mich mit Inbrunst wieder meiner Lieblingsbeschäftigung widmen. Diesmal haben wir gewissermaßen einen Zaungast - eine Tafelente hat es sich auf dem Rücken von Mama bequem gemacht. Die ist so leicht, dass Mama das gar nicht mitbekommt. In meiner Heimat machen die dort lebenden Enten /Vögel das auch so - das sieht auf Bilder immer recht putzig aus, erzählt mir Mama später, als ich ihr von dieser Begebenheit erzähle ...
Also, dass muss ich noch erwähnen - ich werde mit jedem Tag besser im "entspannten Lümmeln". Sieht doch cool aus, wie ich da so salopp mein Bein raushängen lassen - oda?
Mein Vater Bouli zieht derweil wieder eine ganz besondere Show ab - er schmeißt sich mit seinem ganzen Gewicht auf, über, unter, neben das Wasser und brüllt vor Freude dabei laut vor sich hin.
Das Wasser spritzt um ihn herum - alle Besucher sind beeindruckt - wie lange er wohl für diese Akrobatik geübt hat?
Auch für die Schreiberline ist das eine Herausforderung - denn Papa kündigt natürlich nicht an, wo er das nächste Mal mit lautem Gebrüll aus dem Wasser geschossen kommt.
Schwierig ist für sie auch das Timing - schließlich schielt sie immer mit einem Auge zu mir rüber, ob ich vielleicht auch gerade ein Kunststück mache.
Und gerade in diesem Augenblick der Unachtsamkeit, kommt Papa hoch geschossen!
Einige wenige Bilder haben gepasst - ich vermute, dass die Schreiberline aber nicht mit sich zufrieden ist und sich bei ihrem nächsten Besuch bei mir, dieser Herausforderung noch einmal stellen wird ...
Kurze Verschnaufpause bei meinem Papa, bevor er weiter macht ...
In der folgenden Szene hat Papa mal die Wasserplanscherei weggelassen. Vielleicht war er in Sorge, dass sein riesiges Maul nicht angemessen zum Ausdruck kommt. Wie gesagt, mein Papa ist ein Großer - nicht nur vom Gewicht, sondern auch vom Charakter .
Wenn er gebührend Abstand zu mir hält, bin ich sicher, dass er ein fast gutmütiges Schaf ist, sehr verspielt und geduldig!
Allein der gewaltige Kopf von meinem Papa macht Eindruck ....
Ich wohne, wie schon an anderer Stelle gesagt, nicht alleine mit meiner Familie in der Hippo Bay. Sehr schick ist der kleine Trupp Reiherenten. Sie haben ihren Namen, weil der kleine Schopf am Hinterkopf dem eines Reihers ein klitzekleines bisschen ähnelt - gut, ein wenig Phantasie braucht es schon - sagt die "Schreiberline" ...
Es ist ein elend heute!
Kaum dass ich mich hingelegt habe, soll ich auch schon wieder aufstehen. Mama meint, das meine Haut sonst vielleicht zu trocken bzw. zu heiß wird. Meine Kollegen, in den fernen Welten verbringen die Tage zwar auch dösend, aber im Gegensatz zu mir, liegen sie auf dem Wasser. Nur ihre Nasenlöcher sind frei, damit sie atmen können. Nun muss man natürlich wissen, dass wir Nilpferde mega schwer sind - allen voran natürlich mein Papa. Durch unser immenses Gewicht können wir nicht schwimmen - wir gehen unter und müssen in regelmäßigen Abständen hochkommen um zu atmen.
Das bedeutet, dass wir uns ohnehin nicht in tiefen Seen oder Meeren aufhalten - also nicht wie "Loch Ness" - Nein, wir verbringen den Tag an irgendwelchen Uferböschungen von Gewässern in Afrika. Da halt wo es ohnehin nicht tief ist. Und um uns vor der glühenden Sonne Afrikas zu schützen, dösen wir im Wasser.
Nachts, werden wir dann aktiv. Wir gehen kilometerweit, um geeignete Futterplätze zu finden - besonders mögen wir Gras!
Also, wir sind absolut Vegan und auch wenn man uns wegen unseres Fleisches nach dem Leben trachtet - wir fressen keine anderen Tiere!
Früher, hat mir Mama erzählt, lebten wir auch am Nil - daher auch unser Name. Leider haben die Menschen uns dort vernichtet und heute wird man am Nil kein einziges Flusspferd mehr finden.
Damit unsere Art fortbestehen kann, leben wir überwiegend in Schutzgebieten. Aber in St.Lucia in Südafrika , gehen wir manchmal auch durch die Stadt zum shoppen.
Ich hatte mich jetzt noch mal bei Mama Nala erkundigt, wie das mit dem Shoppen in St. Lucia geht. Sie hat dolle gelacht und gemeint, ich hätte das falsch verstanden. Der Ort St. Lucia sei viel zu unspektakulär, als dass man dort shoppen gehen möchte. Nein, dort im Mangrovengebiet bei St. Lucia leben unsere Kollegen -Touristen können Bootstouren buchen und uns beobachten.
Naja - nun aber zurück zu meinem elend heute!
Mama weckt mich immerzu und ich muss ins Wasser gehen und schwimmen. Inzwischen ist auch klar zwischen uns, dass ich so eine Geschichte, wie ich sie am 17. November - an dem Tag wo die Schreiberline, das erste Mal mich besuchen kam, nicht mehr machen kann. Da hat es Mama Nala auch echt gereicht und dass die Besucher auch noch gebrüllt haben vor lachen, empfand sie dann gänzlich daneben!
Nun ist es ja auch so, dass Mama mich im Wasser säugt - alleine deshalb muss ich meinen Popo dann schon hoch bekommen. Aber nicht immer, bekomme ich Futter, wenn ich ins Wasser gehen soll! Ich muss dann mit Mama Bahnen schwimmen und das ist für mich schon auch anstrengend - außerdem erschließt sich mir der Sinn darin nicht. Die Möglichkeit meinem Papa zu begegnen ist schon recht groß und deshalb ist mir das nicht so recht ...
Der tobt an der anderen Seite immer noch oder schon wieder mit den Besuchern herum ...
Selbst das Tafelentenpärchen fragt sich mittlerweile, ob "der Spinner" noch mal fertig wird ...
Der kleine Moment, indem Mama unachtsam ist, entgeht mir nicht. Schwupp, bin ich wieder auf der Lagune ...
Nagut, vielleicht hat Mama nun auch mit mir ein Einsehen gehabt - ist ja auch letztlich egal - ich hoffe, inbrünstig jetzt ein wenig zur Ruhe kommen zu dürfen ..
Was soll ich sagen? Jetzt fängt auch noch meine Mama an, ihr Maul aufzureißen! Ja, natürlich bin ich sehr beeindruckt, aber verstehen tue ich das nicht.
Ich hatte mal irgendwo gehört, dass die Geste des Maulaufreißens zur Bindung zwischen mir und meiner Mama dazu gehört - was immer das heißen mag - vielleicht lerne ich das auch noch irgendwann kennen ...
Mama schaut so, als wollte sie auch einmal Applaus bekommen, Da hat sie natürlich recht. Ich bin allerdings dieser Tage trotzdem der Superstar, der Überflieger schlechthin!
Papa hat auch offenbar eine Menge Starallüren im Kopf - der macht seine Sache echt gut. Und Mama Nala macht ihren Job jeden Tag, so wie es auch bei den Menschen ist, im Hintergrund - ohne sie würde gar nichts laufen - sie ist die Beste!
Die Menschen haben ja so ein Spiel, wo der eine Mensch durch eine bestimmte Handbewegung die er ausführt, dem anderen Menschen - ohne hellseherische Fähigkeiten - erklären soll, welchen Beruf er gerade ausübt. Also, so ähnlich jedenfalls!
Hier in der Hippo Bay haben wir Flusspferde ja keinen richtigen Beruf - wir müssen uns nicht so sehr für unser Überleben krumm machen. Sicher, hat auch hier alles seine Ordnung und jeder hat seine Aufgabe ...
Meine Aufgabe ist es, viel zu schlafen, den Besuchern meinen Allerwertesten zuzudrehen und Mama nicht beim Dösen zu stören.
Wenn man mal davon absieht, dass ich m.E. keine Handbewegung machen kann - so kann man aber trotzdem noch in vielen Jahren, anhand dieses Bildes sich meiner Zeit auf der Lagune erinnern.. Es geht ganz sicherlich in die Geschichte ein, weil ich so viele Stunden damit zugebracht habe - ob den Besuchern das nun recht war oder nicht. Im Übrigen hatte ich auch keine Lust mich immerzu von denen anglotzen zu lassen ...
Manche haben das Hippo Haus für eine Zeit verlassen und haben sich draußen sonst irgendeinen Scheiß angesehen - ich vermute, sie hatten die Hoffnung, dass ich mich - wenn sie zurück kommen - wenigstens einmal gedreht habe.
Nix gedreht - geschissen ...
Papa Bouli ist ein Star ..
Meine Güte, was mein Papa alles kann - langsam finde ich ihn echt toll! Natürlich nicht so toll, wie meine Mama, aber eben auch schon ganz schön toll ...
Im Liegen kann ich ihn auch ganz gut sehen - von zu viel Stehen bekommt man dicke Beine, habe ich mal gehört! Bin mir nicht sicher, ob das Quatsch ist, denn meine Beine sind ja schon jetzt ein wenig dicker, obwohl ich bislang sehr viel gelegen und gedöst habe ...
Stimmt wahrscheinlich nicht!
Heute komme ich irgendwie gar nicht zur Ruhe - entweder macht Papa da hinten mit lautem Gebrüll seine Späßchen oder Mama will beklatscht werden ...
Wenn man "Bindung" fressen könnte, wäre ich schon geplatzt ...
Nun, zum Glück bin ich noch nicht geplatzt und mache Mama die Freude - wenngleich leicht verträumt - zu ihr hinzuschauen und ihr zu versichern, dass sie dass mit der "Bindung" perfekt versteht.
Mama hat mir auch noch ein kleines anderes Geheimnis verraten. Sie hat erzählt, dass sich die Kälber mit ihren Jungtieren in der freien Natur als Gruppe etwas abseits von Papa zusammenschließen und das Papa verantwortlich ist für die Sicherheit der Familie.
Das zeigen der Zähne durch das Aufreißen des Mauls ist Teil seines Territorialen Verhaltens. Also, das verstehe ich gut, dass bei dem Anblick meines Vaters so manch anderes Flusspferd denkt, dass es besser ist, sich sofort aus der Gefahrenzone zurückzuziehen ...
Ist schon doll, wenn ich mir überlege, dass ich auch irgendwann eine Familie haben werde ...
Nun, ihr Lieben - ich bin wieder mit Mama on Tour . Was hat sie denn jetzt vor?
Das ist eigentlich der Aufgang von Papa - ist Mama sicher, dass sie hier mit mir hochgehen will. Vielleicht denkt sie, dass ich später auch so ein großer Bulle sein werde wie Papa und dass ich mich deshalb frühzeitig daran gewöhnen muss, auch die Wege der Bullen zu gehen. Mag sein - aber für meinen Geschmack ist das echt verfrüht. Ich bin ja doch erst ungefähr 3 Monate alt ...
Damit es mir nicht zu unheimlich wird - hier auf der anderen Seite der Lagune - lädt Mama zu einem kleinen Tanz ein - selbst die "Schwedischen Blauenten" machen mit - ich wusste gar nicht, wir graziös wir doch eigentlich sind.
Während die Enten das vordere Bein nach vorne stellen, gehe ich mit dem Hinterbein - beinahe synchron zu den Enten - nach hinten. Mama Nala hat wahrscheinlich schon lange nicht mehr getanzt, sie tut sich etwas schwer. Sie steht breitbeinig,
wie ein Fels in der Brandung und wippt mit dem Po - das kann man hier gerade nicht sehen!
Das nächste Mal hätte ich Bock auf "Reise nach Jerusalem" ...
Alles halb so schlimm - ich bin nach unserem Tänzchen über die Sandbank hin zu meinem Ruheplatz gelaufen und habe mich in die Hinterlassenschaften meines Papas gelegt. Schön weich ...
Nachdem mein Papa Bouli und meine Mama Nala nun den ganzen Tag für reichlich Spaß gesorgt haben, muss ich schauen, dass ich noch zu meinem kleinen Schläfchen komme. Zwischendurch - wenn dat kleine Hüngerchen über mich kommt, gönne ich mir noch eine Mundvoll Hinterlassenschaften von Papa - ist noch immer sehr lecker ...
Der Tag hatte ja mit dem Überraschungsbesuch meines Vaters auf der Lagune angefangen - das hatten sich meine Eltern echt nett überlegt! Auch wenn ich am liebsten geflüchtet wäre - hat mir die ruhige, liebevolle Ausstrahlung meiner Mama gezeigt, dass Papa das darf und das er mir nichts tut.
Nicht zu vergessen, ist natürlich die Freundlichkeit meines Papas sein Geschäft auf der Lagune zu verrichten - normalerweise macht er das im Wasser - aber dann hätte ich nicht probieren können. Vielleicht hat das auch mit dieser komischen "Bindung" zu tun ...
Mama hat mir aber auch erzählt, dass sich Papa extra für mich auf der Lagune entleert, da seine Hinterlassenschaften für mich und meine Verdauung gut seien.
Wie dem auch sei, war das zentrale Thema heute überhaupt diese Geschichte mit der "Bindung".
Wobei mein Papa mit seinen Seifenblasen echt den Vogel abgeschossen hat. Er hat sich alle Mühe gegeben, dass ich ihn toll finde und das ich meine Angst vor ihm abbauen kann. Ich würde sagen, dass ist ihm gelungen! Er hat schon was heldenhaftes an sich, wenn er sich mit seinen knapp 5 Tonnen ins Wasser schmeißt und herum trötet.
Mama hat heute aber auch nicht nur auf mich aufgepasst ...
Sie ist mit mir, an mir fremden Orten auf die Lagune spaziert - damit ich nicht immer nur an der einen Ecke klebe, vermute ich jetzt mal. Aber vielleicht hat es auch andere Gründe, die ich erst in den nächsten Tagen verstehe...
Insgesamt haben sie viel Zeit damit verbracht mich gemeinsam anzuhimmeln - meine Papa hatte sich immer ein wenig hinter der Lagune versteckt, aber ich habe ihn natürlich gesehen. Und da meine Mama nicht in Sorge zu sein schien, habe ich dann auch verstanden, dass alles in Ordnung ist.
Ich habe heute extrem viel gelernt - bald werde ich so klug sein, wie meine Eltern!
Zum Abschluss zeige ich euch hier noch ein paar Bilder von mir und meiner Familie - einfach nur so ...
Immer öfter liegen meine Eltern heute gemeinsam bei mir an der Lagune, dösen vor sich hin und passen auf mich auf ...
Diese Bilderreihe zeigt mich, wie ich bemerke, dass meine Eltern da sind und mich zu einer kleinen Schwimmrunde abholen wollen. Zu meiner eigenen Verblüffung bin ich recht schnell auf den beinen und gehe ins Wasser
Mein Papa Bouli kann zaubern ...
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