Der absolute Oberhammer im Tierpark Ströhen sind die Pferde!
Nee - Stopp - der Tierpark Ströhen ist zunächst mal der absolute Oberhammer ... Allein die Araberzucht ist der Wahnsinn pur ...
Hier befindet sich das größte Arabergestüt Europas - es gehört der Familie Ismer. In den Ställen des Gestüts befinden sich Welt, Europa und nationale Schauchampions, sowie erstklassige Reitpferde. ...
Der Tierpark verfügt über mehrere große und kleinere Weiden, die selbstverständlich alle eingezäunt sind. Ich habe - glaube ich - erst am zweiten Tag so einen Hauch von Überblick bekommen...
Die Szenerie ist einfach Atemberaubend und ich habe nur noch auf den Auslöser gedrückt - grob natürlich die Belichtungsdaten eingestellt, aber ansonsten versucht, möglichst viele schöne Eindrücke mit nach Haue zu nehmen. Nun eine Auswahl für diese Seite zu treffen, ist eine echte Herausforderung ...
Nebst diesem Highlight gibt es aber auch viele andere Tiere zu bestaunen - insbesondere habe ich mich mit der Vogelwelt beschäftigt. Von einigen Gänsen und Enten, die dort herum laufen, hatte ich noch nicht einmal irgendwas gehört.
An unserem ersten Tag in Ströhen, wusste ich gar nicht so genau, womit ich mich als Erstes beschäftigen sollte - ich glaube, ich musste mir erst einmal einen groben Überblick verschaffen!
So ging es durch den Tierpark an verschiedenen Tieren vorbei ...
13. April 2026
Nach langem Hin und Her haben wir es geschafft, in Richtung Tierpark Ströhen aufzubrechen!
Anfänglich hatte uns die Wetterprognose für die Zeit unseres zunächst geplanten Aufenthalts etwas ausgebremst - wenn man in Rente ist, wird man kleinlich, denke ich manchmal. Früher gab es weniger Überlegungen diesbezüglich - da hatte man seinen Urlaub gebucht, sich versucht bestmöglich im Team zu einigen und wenn das Wetter dann drohte Scheiße zu werden, dann war es halt Pech. Natürlich Pech nicht im Sinne von "egal", sondern eher im Sinne von "man kann es nicht ändern"! Heute nun, in einer Zeit, in der man sich mit niemandem absprechen muss, zickt man irgendwie um jeden Tag.
Letztlich muss dann aber eine Entscheidung her, sonst kommt man nicht vom Hof und /oder wird immer unzufriedener!
Also buchen wir unsere Ferienwohnung in Darlaten. Das hört sich irgendwie nach Ausland an, ist es aber nicht! Darlaten liegt in Niedersachsen, im Landkreis Nienburg / Weser! Nach ca. 3 Stunden Fahrt erreichen wir unser Ziel.
Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass wir uns den Spritpreis teilen - die Ferienwohnung natürlich auch. So wird das ganze auch finanziell tragbar.
(Später hörte ich in den Nachrichten, dass der April 2026 der teuerste Monat war, seit es überhaupt Spritpreise gibt. Der Krieg im Nahen Osten, die Sperrung der Straße von Hormoz durch den Iran, hatten die Preise immens in die Höhe getrieben. Fast war ich froh, dass ich den Liter Diesel für 2,43 Euro bekam. Lange Zeit lag er bei 2, 50 Euro! Natürlich hatte die Bundesregierung keine Eile einzugreifen - hatten sie doch noch nie soviel Steuern durch den Sprit eingenommen, wie in dieser Zeit! Leider ist ein Kriegsende nicht absehbar - der Dieselpreis fährt sich Anfang Mai gerade wieder hoch!)
Aber zurück zu unserem kleinen Urlaub ...
Den Schlüssel für die Ferienwohnung holen wir erst am Abend ab und so können wir sofort unser eigentliches Ziel, den Tierpark Ströhen ansteuern. Dort werden wir schon erwartet und nun beginnt für die nächsten Tage eine spannende fotografisch festgehaltene Zeit ...
Der Eingang im Tierpark Ströhen sieht schon ansprechend aus und wir fühlen uns sofort wohl. ..
..als wir im Hofcafé sitzen, fällt aller Stress von uns ab und wir fühlen, dass wir angekommen sind! Das Hofcafé ist übrigens, neben dem Tierparkrestaurant, die einzige Möglichkeit etwas zu Essen und zu trinken zu bekommen. Im weitern Verlauf des Parks gibt es keine Fressbuden! Es gibt auch keinen riesigen Spielplatz für die Kinder, auf dem gebrüllt und getobt werden kann - es ist einfach Erholung pur!
Es gibt an einer anderen Stelle einen zweiten Teil vom Tierpark. Dieser ist Waldähnlich angelegt - hier gibt es auch die Möglichkeit in einem Restaurant etwas zu Essen, es gibt einen Streichelzoo für Kinder und was ich richtig gut finde, es gibt einen Wohnmobilplatz und kaum zu glauben die "Entdeckerhäuser" - Bungalows, in die man sich für einen Urlaub einmieten kann. Der Tierpark Teil 1 und der Tierpark Teil 2 sind soweit voneinander entfernt, dass alle ihre Ruhe haben!
Der Tierpark Ströhen, ist ein eher kleiner Tierpark - aber es fehlt an nichts! Er hat den Beinamen:" Der Entdeckerzoo"! und so ist es auch. Klein, liebevoll und fast ein wenig familiär gestaltet, hat er sich in unser Herz geschoben ...
Lange habe ich überlegt, wie ich jetzt mit dieser Doku eigentlich anfangen könnte - das ist echt nicht einfach, wenn man so völlig geflasht ist ..
Also "Karin" und ich machen uns auf den Weg ...
Ich, Seidenhuhn bin ein schlauer Fuchs, allerdings kenne ich mich im Wald nicht aus. Aber eindeutig kommen mir da Menschen entgegen, die zum ersten Mal im Tierpark Ströhen sind und über das ganze Gesicht strahlen. Das sehe ich sofort ...
Seidenhühner im Gespräch ...
Amazonasente, Südamerika
Rotschulterente, Südamerika
Chilepfeifente, Südamerika
Stockente, weiblich ...
Mandarinente, - die weiße Ente ist eine seltene, durch Leuzismus verursachte Farbform der Mandarinente
... ursprünglich aus Ostasien sie sind aber heute als Ziervögel in Parks oder als verwilderte Population auch bei uns zu finden ...
Der Tierpark Ströhen verfügt sogar über zwei leuzistische Farbvariante der Mandarinente ...
Brautente
Kolbenente
Moorente
Ohje, wie oft habe ich am Katinger Watt vergebens nach der Moorente Ausschau gehalten. Die jungen Leute - oben aus der Nabu Station - waren immer ganz "verrückt" wenn sich mal eine zu ihnen verirrt hatte. Stundenlang warteten sie mir ihrem Spektiv auf die weitere Sichtung einer Moorente - das war auch deshalb nicht so einfach, weil sie auf Entfernung durchaus mit der Reiherente verwechselt werden kann.
Nun, lange Rede, kurzer Sinn - ich habe nie eine zu Gesicht bekommen!
Vielleicht sollte ich es mal am Steinhuder Meer versuchen. Am Steinhuder Meer war ich auch schon einige Male, aber nicht wegen der Moorente. Hier haben mich eher die Gänsesäger interessiert und in einem Winter / Frühjahr soll dort angeblich ein nordischer Taucher herum geschwommen sein. Viele Stunden habe ich nach ihm gesucht und tatsächlich hatte ich einen kurzen Augenblick den Eindruck, dass ich ihn gesehen hatte. Zuhause allerdings entpuppte er sich als ganz normaler Haubentaucher im Schlichtkleid.
Naja, man kann halt nicht alles haben!
Moschusente oder Warzenente, Mittel-und Südamerika, weltweit wird sie aber auch als Hausente gehalten
... im oberen Bild ist die männliche Moschusente zu sehen - glaube ich
... im unteren Bild die Weibliche............................... vielleicht😊
Streifengans oder auch als Indische Gänse bekannt ...
Paradiesgans, Neuseeland
Schwanengans
Schneegans, arktische Tundra von Nordamerika bis Sibirien
Kaisergans, Alaska und Sibirien
Kaisergans
Rothalsgans
Rostgans
Trompetenschwäne
Die Begegnung mit diesen beiden Schwänen war witzig. Ich ging zunächst schlendert an ihnen vorbei, bis mir die Frage ins Hirn kam, seit wann denn Höckerschwäne einen schwarzen Schnabel haben. Also wieder zurück ..
Natürlich keine Höckerschwäne, sondern Trompetenschwäne, die in Nordamerika Zuhause sind! Nebst dem Schnabel gibt es aber noch einen Unterschied, der gar nicht so recht ins Auge fällt. Aber der Trompetenschwan hat im Gegensatz zum Höckerschwan einen geraden Hals, der nicht S - förmig gebogen ist!
Schwarzhalsschwäne
Trauerschwan
Hawaiigans, die seltenste Gänseart der Welt ...
Graugans
Nach den ganzen Enten und Gänsen kommen wir wieder zurück zu den Pferden
Hintere Weide - erster Tag
Ich kann jetzt nur vermuten, dass das jetzt Araber Stuten ohne Fohlen sind
Auf dem unteren Bild sieht man ganz schön, die hintere Weide und die davon abgetrennte Weide für die Einjährigen
dann gibt es praktisch im Rücken der großen Weide noch eine kleinere Weide, auf der diese Beiden ausgiebig toben
und als wäre das nicht schon genug Chaos in meinem Kopf, gibt es einen Schichtwechsel. Die Araber von der großen Weide gehen runter und machen Platz für die Nächsten. Unmöglich, dass alles noch halbwegs zusammen zu bekommen.
Der erste Tag unseres Kurztrips neigt sich dem Ende zu - wir sind alle total zufrieden. Haben unglaublich viele schöne Eindrücke gesammelt und kommen morgen natürlich wieder. Neben den superschönen Eindrücken von den Araberpferden, bin ich mega fasziniert von den vielen Enten und Gänsen, die im Tierpark Ströhen zuhause sind und von deren Existenz ich bislang noch nichts gewusst habe. Bei uns im Tierpark Lüneburger Heide sieht man die hiesigen Gänse, wie z.B. die Kanada - oder Weißwangengans - dann ist aber auch schon Feierabend. Selbst im Vogelpark Walsrode, kann ich mich nicht erinnern, verschiedene Gänsearten gesehen zu haben. Dort schwimmen eher noch ein paar Enten herum, wobei ich mich eigentlich nur daran erinnere, dass ihr Bestand in den letzten Jahren massiv abgenommen hatte. Der Vogelpark hatte leider zwischenzeitlich auch immer mit Fuchs. Marder, Waschbär und Co. zutun.
Hier im Tierpark Ströhen geht es gerade ganz gut, obwohl auch hier eine Gans abhanden gekommen ist. Leider habe ich ihren Namen nicht behaltet, weil ich auch diese Gans nicht kenne!
Morgen werden wir als erstes das Schauspiel erleben dürfen, wenn die Araber auf die vordere Weide an der Straße, in Scharen galoppiert kommen. Darauf freuen wir uns schon sehr.
Jetzt müssen wir uns erst einmal um unser Domizil kümmern und die Schlüssel abholen, Darauf freue ich mich auch schon. Ich liebe es, immer mal gewissermaßen, das Wohnzimmer zu wechseln!
Zunächst aber stellt sich heraus, dass es nicht einfach ist in Darlaten irgendetwas zu finden. Ganz verstanden habe ich das Phänomen noch immer nicht, aber wir haben uns mächtig verfahren und erst ein Anruf bei unserer Vermieterin hat uns auf den Weg gebracht.
Schnell sind alles Gepäck ins Haus gebracht und wir machen es uns im Wohnzimmer gemütlich. Schauen noch ein wenig in die Bilder und gehen dann ins Bett, damit wir für den nächsten Tag ausgeschlafen sind!
Pünktlich verlassen wir am nächsten Tag das Haus - aber: Gestern haben wir nicht hin gefunden, heute finden wir nicht heraus! Das Navi jagt uns durch eine Gegend, in der schon bald feststeht, dass hier was nicht richtig ist. Ich befürchte mir die Achsen zu brechen, so schlecht ist die Wegführung. Irgendwann entscheiden wir uns umzukehren, obwohl das blöde Navi weiterhin versucht uns den Weg zu zeigen. Da hilft jetzt nur noch "Stöpsel" ziehen, damit das Ding endlich sein Maul hält.
Am Ausgangspunkt wieder angekommen, finden wir noch einen anderen Weg und jetzt sind wir richtig - das ist manchmal einfach nur irgendwo falsch abgebogen!
Zum Glück waren wir so rechtzeitig, dass wir den Ausritt der Pferde nicht verpasst haben. Das wäre doch sehr schade gewesen.
Als es endlich losgeht, staune ich nicht schlecht: Der Tierpark hat nicht zuviel versprochen!
Ein durchdachtes Bild ist hier nicht möglich - man kann nur die Kamera raufhalten und hoffen, dass irgendetwas dabei heraus kommt. Hinzu kommt, dass die Lichtverhältnisse schwierig sind - Schatten und Licht - egal, dass ist jetzt wie es ist. Nur der Spaß zählt und den hatten wir!
Tierpark Ströhen - 14. April 2026
Bevor die Pferde kommen, gehört die Weide den Störchen - es gibt in der Umgebung und auch im Tierpark selbst eine ganze Reihe von besetzten Nestern. Hier wird wohl etwas "Schmodder" zur Ausbesserung des Heimes geholt.
Ganz ungefährlich ist dieser Einritt offenbar nicht. Die Pferde müssen eine kleine Kurve passieren und die jungen Tiere können ihre Geschwindigkeit noch nicht richtig ausbalancieren - drei junge Pferde stürzen. Sie haben sich nichts getan- sind eher etwas verblüfft, warum sie plötzlich im Dreck liegen, stehen auf und weiter geht's.
Wenn alle auf der Weide sind, wird sich erst einmal ordentlich ausgetobt. Hier kann man ganz schön die unterschiedlichen Gemüter der Pferde beobachten. Manche drehen schier vor Kraft durch und manche laufen gemütlich ihren Weg!
Wieder zurück zu den Weiden innerhalb des Tierparks - wie bereits schon geschrieben, ich habe längst den Überblick verloren - dieses kleine Mädchen, was am Vortag, wenn ich mich recht erinnre nicht zu sehen gewesen - jedenfalls nicht draußen. Der Boden war zu nass und man wollte kein Risiko eingehen. heute nun, ist es besser und so haben wird das Glück, das kleine Mädchen noch kennen lernen zu dürfen. Es ist mit seiner Mama alleine auf der weide, damit Mutter und Tochter nicht gestört werden und irgendwelcher Stress entsteht. Zum Zeitpunkt unseres Besuches ist es 4 oder 5 Tage alt und hat ein Tempo drauf, was ich nicht gedacht hätte. Die Stute hat ganz schön zu tun, ihren kleinen Wildfang zu schützen. Da ist nichts mit gemächlich hinterher schreiten - nein, sie muss richtig Gas geben.
Wir Beiden verabschieden uns nun - ich denke, Mama und ihre Tochter sind einfach der Hammer ...
Auch auf der anderen Weide ist für heute Schluss
Feierabend
Ich komme ja aus einem Haushalt, indem ich nicht gerade mir Fürsorge überschüttet worden bin ...
Wenn ich diese beiden Gelbbrustaras sehe, wünschte ich als Papagei geboren worden zu sein ❤️...
Das Erdmännchen macht immer Spaß💕 ...
Mit dem Bild vom Weißhandgibbon aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens endet diese Seite aus dem Tierpark Ströhen. Wie sind uns alle Einig, dass wir wiederkommen werden ...
Völlig überwältig, angesichts der vielen Eindrücke ...
Was mir besonders gefällt, ist mein Empfinden, dass dieser Park nicht versucht zu punkten, indem er eine Attraktion an die Nächste hängt - mit der die Tiere eigentlich in den Hintergrund treten...
Viele Jahre war ich im Vogelpark Walsrode zu Hause - dort hatte man in guten Zeiten sehr viel Wert darauf gelegt, dass sich die Besucher respektvoll im Park bewegen - sowohl den Tieren, als auch der sehr gepflegten Anlage generell gegenüber...
Im Laufe der Jahre wurde das immer weniger - irgendwann, haben die Menschen sich nicht mehr zu Benehmen gewusst und der Park hat sie gewähren lassen, aus lauter Sorge nicht überleben zu können ...
Besucher "durften" nun die brütenden Kraniche ärgern und auf der Rosenwiese picknicken !!!
Ich kann mich täuschen, aber hier habe ich den Eindruck, dass noch der Park das Sagen hat und das macht mich unglaublich froh ...