Ich kann mich gar nicht vom kleinen Hippo satt sehen - unbedingt musste ich heute noch einmal in den Zoo. Die letzten beiden Male waren wir so kurz nach 10.00 Uhr im Hippohaus und schon beim Reinkommen, sah ich den kleinen Sprössling auf der Sandlagune stehen und irgendwelche Übungen machen. Bis ich die Kamera heraus geholt hatte, war dann aber auch schon wieder alles vorbei und Lütten legte sich erst einmal zum Schlafen. Dieses mal wollte ich nichts verpassen und so machte ich mich früh auf den Weg und war schon mit Öffnung vor Ort. Wie das ja nun immer so ist, tat sich (deshalb) genau gar nichts. Mama Nala schwamm mit ihrem Sohn ein paar Bahnen an der Scheibe entlang und das war es dann. Allerdings lag der kleine Hippo heute nicht schlafend auf der Lagune (später irgendwann vielleicht mal 20 Minuten). Die ganze Familie hatte sich in den letzten Winkel der Anlage zurück gezogen. Naja, einen Versuch war es wert!
Mama ließ sich dann mit ihrem Hippo erst kurz nach 10 blicken - dafür überraschte sie mich und vielleicht auch ihren Sprössling mit neuen Lernschritten, die sie heute mit ihm starten wollte.
Es war ein ereignisreicher Zoobesuch heute, mit vielen Bildern und Eindrücken - Hippo macht seine Sache echt gut. Auch bin ich schwer begeistert, wie liebevoll Mama Nala dem Kleinen zunehmend zeigt, was er lernen muss.
Da ist z.B. die angstfreie Annäherung an Bouli und auch die kleine Fütterung mit Salat, dem immer ein Regenguss von Oben voraus geht. Die Flusspferde lieben es - reißen weit ihr Maul auf und genießen die Wasserspritze - nur Klein Hippo hat Angst und springt sofort von der Lagune herunter und wart dann nicht mehr gesehen. Nala hatte es in den ersten Wochen respektiert, auf den Wasserstrahl und auch auf den Salat verzichtet und war ihrem Baby sofort gefolgt.
Heute nun ist das Vorbei ...
Papa Bouli
03.12.2024 "Ein neues Flusspferd - Schwergewicht erobert die Hippo Bay" Pressemitteilung
Bouli ist in Frankreich geboren, in Belgien und Tschechien aufgewachsen und nun endlich in Berlin angekommen. Zum Zeitpunkt seines Einzuges ist er 12 Jahre alt.
" Schon jetzt fühlt sich Bouli pudelwohl in Berlin. Er erkundet die Lagune der Hippo Bay und hat sich bereits mit seiner Gruppe vertraut gemacht. Mit seiner mächtigen Statur und seinem charmanten Wesen hat Bouli das Zeug, die großen Fußstapfen von Knautschke, Ede und Co. auszufüllen und Teil der 180jährigen Zoogeschichte zu werden."
Ob sein Sohn wohl auch so ein Riese wird?
Tach Freunde, hier nun die erste Aufnahme des heutigen Tages. Wie bereits gesagt, war die Schreiberline mit Öffnung bereits vor Ort gewesen, um diesmal meine ersten Regungen mitzubekommen. War ja aber "mit ersten Regungen" nicht viel - anfangs bin ich mit Mama im trüben Wasser herum geschwommen. Ich musste schon sehr nah hinter Mama hinterher schwimmen, um sie nicht aus den Augen zu verlieren -meine Pfleger machen die Anlage schon alle paar Tage sauber, aber eben nicht jeden Tag - naja, ist eben jeden Tag was anderes ...
Erst nach 10:00 Uhr - die Schreiberline hätte also ganz gechillt noch eine Tasse Kaffee trinken können - bin ich dann mit Mama auf die Lagune. Obwohl ich jetzt schon ganz gut alleine auf die Insel komme, lässt es sich meine Mama nicht nehmen, mir zu helfen - vorsichtig schiebt sie mich langsam nach oben.
Genau kann ich natürlich nicht sagen, ob ihre Unterstützung möglicherweise einen anderen Grund haben könnte. Wenn ich darüber nachdenke, kann es auch schon wieder mit dieser "Bindung" zusammenhängen ...
Egal - jedenfalls bin ich mit Anstand hoch gekommen und mache mich schnurstracks auf den Weg zu meiner Kuschelecke ...
Mama ist schon da und tut so, als hätten wir uns ewig nicht gesehen. Hoffentlich wird die Dauerdrückerei nicht zur Gewohnheit - wie soll ich denn dabei ein großer, starke Bulle werden?
Aber natürlich lasse ich sie gewissermaßen nicht im Stillen liegen - sie bekommt von mir auch noch einen kleinen Stupser und dann freue ich mich schon, auf mein geruhsames Vormittagsschläfchen ...
Aber, irgendetwas stimmt hier nicht! Mama gluckert unter und ich sehe nur noch ein paar Luftblasen von ihr. Ist sie denn heute Vormittag noch nicht müde?
Falscher Alarm - scheinbar! Mama ist wieder da und himmelt mich in gewohnter Stellung an. Gott sei Dank - dann schlaft mal alle ganz schön ...
Nee, nee - ich komme nicht zur Ruhe! Irgendetwas ist trotzdem nicht richtig ...
Ich bin mir nicht sicher, aber irgendwie rieche ich Papa Bouli - der muss hier irgendwo in der Nähe sein. Warum reagiert denn meine Mama nicht - sie muss mich doch vor ihm beschützen.
Also, nicht dass ihr denkt, wir Flusspferde könnten gar nicht so gut riechen. Das stimmt nicht - wir haben einen ausgeprägten Geruchssinn, damit wir nachts (wenn unbedingt nötig) nach Gräsern und Knollen suchen können. Okay, hier in der Hippo Bay haben wir es nicht nötig nachts kilometerweit ins Land zu gehen, um Futter zu finden - die netten Pfleger legen alles für uns schon parat. Guter Service ist nicht zu verachten, sage ich euch.
Aber zurück, zu meinem Problem ...
und dann sehe ich ihn plötzlich - er kommt direkt auf mich zu. Meine Mama hat ihn nun auch endlich bemerkt, aber sie scheint ganz ruhig zu sein, hat ihn zwar im Blick - damit er weiß, wo der Hammer hängt - aber mehr passiert im Augenblick nicht. Ich bin nicht böse darum - einerseits habe ich mich zwar schon ein bisschen an Papa gewöhnt, andererseits brauche ich so langsam echt meinen Vormittagsschlaf!
Die Situation entspannt sich - ich kuschle noch ein bisschen mit meiner Mama. Sie ist stolz auf mich, dass ich nicht schon wieder gleich bei seinem Anblick aufgesprungen und geflüchtet bin...
Papa Bouli macht wieder seine Witze mit dem Wasser - das sieht sehr toll aus - wenn ich mit meinem Schläfchen fertig bin, muss ich mir dass mal genauer anschauen - Blubberblasen machen können, will ich unbedingt lernen ...
Was war das denn - also heute tobt hier echt der Bär. Kaum dass ich die Augen zu gemacht habe, ist irgendwas...
Na, dass ist ja ein Ding - da schwimmt ein Apfel im Wasser. Wo kommt der denn her? Ich glaube, dass der von oben irgendwo kam - wahrscheinlich vom lieben Gott - was sonst könnte über mir sein?
Mama hat ihn auch gleich gesehen und sie scheint sich zu interessieren ...
Äpfel kenne ich schon - die bekommen wir oft in der Nacht zu fressen. Sagte ich ja bereits, weil wir hier in der Hippo Bay leben und nicht draußen nach Nahrung suchen müssen. Aber bis jetzt lagen die immer auf dem Boden - ich kann mich nicht erinnern, dass die von oben herunter gefallen kommen. Sachen gibt's, die gibt's doch eigentlich gar nicht!
Mama hat sich den Apfel schon mal klar gemacht, damit er blos nicht wieder weg fliegt - womöglich noch nach oben zurück. Ob sie ihn mich wohl mal anschauen lässt?
Tja, Mama weiß wohl nicht so recht, was sie mit dem Ding machen soll? Er scheint still und stumm in ihrem Maul zu ruhen - glaube ich jedenfalls. Andererseits ist es jetzt wirklich Zeit für mein Vormittagsschläfchen! Wenn sie mir eine Freude machen will - vielleicht ja wegen der Bindung - muss sie ihn mir bringen. Ins Wasser gehe ich nicht!
Als ich mich schon wieder umgedreht hatte und es mir auf meinem Plätzchen wieder gemütlich machen wollte, schwimmt der Apfel wieder im Wasser. Ich staune nicht schlecht - hätte ich doch nicht gedacht, dass ich den nochmal wieder sehe...
noch während es in meinem riesigen Hirn arbeitet, was jetzt für mich das Beste ist - Apfel essen, mit nass werden oder Schläfchen im Trockenen - kommt mein Papa um die Ecke!
Damit hat sich die Frage, "was soll ich mit dem von oben gekommenen Apfel tun", erledigt...
Für diesen Augenblick muss ich erstmal Papa im Auge behalten - nicht das er sich - so wie gestern - wieder von hinten anschleicht ....
Was den Apfel betrifft, kann ich nicht sagen, wie sich seine Zukunft in den nächsten Sekunden gestaltet hatte - plötzlich war er weg. Naja, besser der Apfel als ich ...
Das ich die Geschichte mit dem fliegenden Apfel richtig entschieden hatte, verstand ich, als Mama Nala kam und mich wieder so ganz verliebt anstupste. Vielleicht war sie auch stolz auf mich, dass ich beim Anblick meines Papas nicht sofort die Flucht ergriffen hatte
Naja, ich bin ja nun auch schon 2 Monate + 5 Tage alt und da wird es langsam Zeit, dass ich mich entsprechend mutig zeige. Damals (28. September 2025) kam ich mit meinem Bruder zur Welt - ich war also Teil einer Zwillingsgeburt. Zwillingsgeburten seien bei Flusspferden absolut selten - bislang konnten sie nur bei einem Prozent aller dokumentierten Geburten, nachgewiesen werden. Mein Bruder starb leider kurz nach der Geburt und ich wog nur 28 Kg - normalerweise wiegen wir rund 40 Kilo, wenn wir auf die Welt kommen!
Weil ich nun doch eher so ein kleiner Hänfling war, hatten alle ein wenig Sorge, dass ich es nicht schaffen könnte. Denen habe ich gleich zu Beginn gezeigt, dass "ick een Berliner" bin und mich nicht so schnell unterkriegen lasse.
Neulich - als mir meine Mama erzählte, dass ich eigentlich noch einen Bruder hatte, habe ich nochmal so darüber nachgedacht, was mein Papa für ein toller, großartiger Flusspferdbulle ist. Würde er im fernen Afrika leben, wäre er vermutlich ein Held, mit riesiger Familie - mutig und vollkommen unerschrocken - der sich jeder Gefahr stellt.
Man muss sich ja auch mal überlegen, was es bedeutet, dass ja nicht nur Mama einzigartig Zwillinge zur Welt gebracht hat, sondern Papa einen wesentlichen Teil zum Gelingen beigetragen hat. Die Mär mit dem Klapperstorch glaubt hier in der "Hippo Bay" sowieso schon lange keiner mehr.
Ich hatte mich auch mal mit Kathi drüber unterhalten. Kathi ist schon älter - sie lebt heute recht genügsam in ihrer Ecke der "Hippo Bay" und überlässt den ganzen Applaus mir. Aber da gab es auch andere Zeiten und Kathi hat mit Ede auch einen kleinen Hippo gezeugt - sie haben ihn Max getauft. Max lebt heute in einem Tierpark in Izmir - während Ede sich auf den Kanaren, die Sonne auf den Bauch scheinen lässt.
Ähem - worauf wollte ich hinaus? Ach ja, wegen dem Klapperstorch - der hat das damals schon nicht hingekriegt und so haben Ede und Kathi das mit Erfolg alleine probiert und meine Eltern halt eben auch ...
Ich weiß gar nicht, die wievielte Klappe dass hier nun heute ist!
Will ich mich beeilen und nun endlich etwas ausruhen - Mama erzählt mir noch eine kurze "Gute Vormittagsschlafgeschichte" und dann sollte es klappen ...
Also bei so gruseligen Geschichten kann ich nicht einschlafen, da träume ich schlecht...
Habe ich schon geschlafen und habe ich geträumt, dass Mama gerade zu mir gesagt hat "Schon gut, mein Kleiner - mache du nun deine Äuglein zu ..."
Nach einem kleinen Päuschen geht der Tag schon weiter. Wenn ich daran denke, dass ich in der Nacht kilometerweit latschen muss und mir mein Fressen suchen muss - ach nee, dass brauchen wir ja hier Gott sei Dank nicht - schließlich muss ich ja auch irgendwann einmal richtig schlafen ...
Irgendwie kann ich schon verstehen, dass Mama mich so lieb hat - wahrscheinlich bin ich echt ein hübscher Bub, oda ..
Hier mal wieder ein Familienfoto.
Ich bin etwas erschrocken, plötzlich fängt es an zu regnen - ich hatte ja ehrlich gesagt, Papa in Verdacht, dass er es in der "Hippo Bay" hat regnen lassen. Schließlich ist er ein Held und er kann so große Blubberblasen machen - nur mein Papa, könnte es in der "Hippo Bay" regnen lassen, obwohl die Glaskuppel geschlossen ist...
Die folgenden Bilder zeigen meinen Papa, wie er wirklich noch sein "letztes Ass aus dem Ärmel holt" ...
Mama Nala war sich nicht sicher, ob Papa unbemerkt irgendwelche Pillen zu sich genommen hat, die ihm nicht so gut bekommen sind - aber das weiß ich natürlich auch nicht - trotzdem bin ich mega begeistert von seiner Show ...
Er kann nicht nur große Blubberblasen machen, er kann auch bunte Federn zaubern mit seinem wahnsinns Gebrüll ...
Er taucht ab und nimmt im Auftauchen eine große Portion Wasser im Maul mit hoch ...
dann schießt er mit Karacho aus dem Wasser und brüllt, dass die Halle wackelt ...
Wie er das mit den Blubberblasen macht, konnte ich noch nicht herausfinden - vielleicht verrät er mir das später, wenn ich älter bin - schließlich bin ich sein Sohn, da will er ja auch Stolz auf mich sein ...
Königsdisziplin ist natürlich "bunte Federn zaubern" - aber da bin ich mir nicht so sicher, ob ich das lernen kann ...
Heute muss ich wieder die Lagune von Papas Seite besteigen - wenn ich doch nur wüsste, warum Mama das so wichtig ist. Letztendlich komme ich doch auch von meiner Seite hoch und mehr brauche ich doch gar nicht zu können - vielleicht übt Mama ja mit mir schon für`s Leben und vielleicht darf ich, wenn ich groß bin, dann auch nur von dieser Seite hoch. Ich habe da eine ganz klare Meinung zu: ich finde das blödsinnig!
...deshalb trödle ich auch ein bisschen herum und lasse mir Zeit, vielleicht passiert ja noch kurzfristig etwas, was Mama auf neue Gedanken bringt und sie bricht ihr Vorhaben ab. Aber leider nein - konsequent schiebt sie mich nach vorne ...
Was wir nun hier machen wollen, weiß ich nicht ...
schließlich ist Mama auf der anderen Seite - gewissermaßen auf meiner Seite - mit mir wieder zurück ins Wasser gegangen
Da verstehe einer die Erwachsenen - was für ein Schwachsinn. Eine Seite hoch, andere Seite wieder runter!
Sach, ma Mama - wozu machen wir das hier?
Statt mir eine Antwort zu geben - knuddelt mich Mama am Bauch. Ich kann die Sinnhaftigkeit dieser Rennerei trotzdem nicht verstehen, aber wenn Mama mir am Bauch knuddelt, finde ich das richtig schön.
Ahja, jetzt kommt mir eine Idee! Vielleicht wollte Mama mir sagen, manche Wege sind lang, aber nicht umsonst!
Okay, dann gehen wir zurück ins Wasser - mal sehen, was Mama mit mir vor hat!
Ach du herrje - da bin ich ja gerade noch rechtzeitig weggekommen. Ich verstehe heute gar nichts mehr - jetzt kommt Papa auf meiner Lagunenseite hoch. Das könnte natürlich mit irgendeiner Hierarchie zusammenhängen - ich hörte meine Eltern mal darüber sprechen. Aber ich finde, dass sie es jetzt wirklich mit meiner Erziehung übertreiben .
Schlafentzug, unerklärliches herum schwimmen und rennen, immer schön darauf achten, wo Mama ist und was sie möchte (ihr erinnert bestimmt die peinliche Situation, als meiner Mama der Geduldsfaden riss), nicht immer gleich wegrennen wollen, wenn Papa sich in mein Blickfeld begibt und natürlich die Geschichte mit der Bindung etc. Die Liste ist echt lang ...
Zunächst sah es so aus, als ob Papa selber nicht so genau wüste, was er nun hier oben eigentlich machen wollte. Das geht ja den Zweibeiner oft so - die fangen dann auch irgendetwas an und haben mittendrin vergessen, warum - ich bekam mal mit, wie sich zwei Besucher über das Phänomen von Vergesslichkeit unterhielten - darüber musste ich echt lachen, sind halt Zweibeiner und haben nicht so ein großes Hirn, wie wir!
Aber, wenn mein Papa das auch hat, wäre das richtig doof.
Aber dann begriff ich: Papa brachte mir seine Hinterlassenschaften!
Ich nehme an, dass es etwas länger dauerte, weil er erst noch die genaue Position herausfinden musste - das müsst ihr euch fast so vorstellen, wie bei den Hunden. Gut ist, dass Papa fündig geworden ist. Bei den Hunden, ist das keine Selbstverständlichkeit. Die kriechen ewig mit der Nase auf dem Boden herum und wenn ihr Besitzer langsam selber Druck verspürt, dann entscheiden sie, dass die Stelle nicht passt!
Bei meinem Papa ist das natürlich anders - ich freue mich, dass er an mich gedacht hat. Sein Gepiesel hätte ich nicht gebraucht, aber wahrscheinlich soll ich mir seinen Duft einprägen - vermutlich auch wieder wg. der Bindung.
Allerdings hat Mama mir erzählt, dass mein Papa das auch macht, um sich sein Revier klar zu machen. Also, ich will mal denken, für sich und seine Familie - also für mich!
Ein bisschen verwundert mich darüber schon, denn wir sind ja in der "Hippo Bay" und da begegnen uns kaum fremde Flusspferde. Aber meine Mama hat auch auf diese Frage eine Antwort: Sie sagte mir, dass sei Instinkt!
Puh, das muss ich also auch noch lernen ...
Wenn Papa alles zu seiner Zufriedenheit erledigt hat, knallt er immer für einen Moment komplett durch.
Wahrscheinlich freut er sich, dass alles so gut geklappt hat ...
er tippelt hin und her und grölt mit weit aufgerissenem Maul herum. Dabei ist es völlig nebensächlich, ob ihn einer sieht oder nicht - denn wir hier auf dem Foto nachgewiesen, grölt er den Busch an ...
Erst wenn sein Adrenalin Spiegel wieder runter gefahren ist, geht er wieder zur Tagesordnung über ...
Mama und ich, haben sein Werk aus der Ferne betrachtet ...
Nicht nur ich, auch diese "Blaue Schwedenente" oder wie sie hieß, ist bei seinem Gebrülle wach geworden und hat kurz geschaut, ob von irgendwoher Gefahr lauert ...
... und was soll ich sagen - Papa wird heute mit seinen Starallüren nicht fertig. Schon wieder schmeißt er sich übers Wasser und zeigt sein Kunststück mit den Blubberblasen.
Also, die Besucher finden das wohl auch ganz schick. Wenn sie Papa da so herum brüllen hören, kommen sie schnell angelaufen und sind richtig beeindruckt. Sie staunen und das Stimmengewirr in der Halle wird immer lauter - dass spornt Papa natürlich auch an!
Ich bin echt schon sehr gespannt, ob ich dass später auch alles lerne ...
Mama schlängelt sich derweil mit mir graziös an Papa vorbei - wir gehen auf meiner "Lieblingsseite" auf die Sandbank und halten Abstand zu ihm ...
Während Mama und ich so dahin dümpeln, kommt Papa plötzlich unmittelbar vor uns aus dem Wasser geschossen. Er hat sich sicher nichts böses dabei gedacht, aber ich habe mich mega erschrocken. Fast wäre ich umgefallen - meine kleinen Stampfer sind richtig weggeknickt!
Einen kurzen Augenblick war ich am überlegen, was jetzt wohl das Beste für mich sein könnte! Flucht oder doch besser bei Mama verstecken?
Ich glaube, Mama fand die Aktion von Papa auch nicht so mega gelungen, sie hat mit ihm gemeckert!
und dann hat sie sich zu mir umgedreht und mich getröstet. Das hat mir gut getan - aber wer mich kennt, der weiß inzwischen in welchem Dilemma ich mich befinde. Einerseits finde ich, dass mein Papa ein Held ist und anderseits ist er aber auch so schrecklich ungestüm und ich weiß dass dann nicht einzuordnen...
Ich bin echt froh, dass meine Mama immer zur Stelle ist, wenn Papa komisch wird ...
Mama und ich beratschlagen uns, was wir tun wollen! Mama meint, dass wir hier oben auf der Lagune eigentlich sicher sind - ich bin unsicher. Der Schrecken sitzt mir zu tief in den Knochen - auch wenn ich meine kleinen Stampfer inzwischen wieder im Griff habe.
Gemeinsam schauen wir schließlich ins Wasser, ob Papa noch irgendwo zu sehen ist. Na gut, ich sehe ihn nicht - ich will hoffen, dass er sich gerade mit anderen Dingen beschäftigt und uns in Ruhe lässt. Er könnte z.B. Kunststücke vor der großen Panoramascheibe machen - die Besucher sind immer begeistert, wenn Papa so am Rad dreht. Bei denen ist das anders, als bei mir. Die Besucher freuen sich und lachen laut los, wenn Papa so völlig unerwartet aus dem Wasser schießt und sein Maul soweit aufreißt, dass man meint, man könne noch sein Frühstück sehen. Ich mag die "Überfälle" von ihm nicht - sonst ist er wirklich ein Großer und ich bin zunehmend stolz auf ihn.
Nach langem guten Zureden entspanne ich mich leicht und lege mich hin - aber glaubt mir, dass Wasser lasse ich nicht aus den Augen ...
Weil das mit der Entspannung noch nicht so richtig klappt - ich bleibe lieber in der Hocke - schaut Mama noch einmal ganz genau:
Nein, wirklich Kleiner - du braucht keine Sorge mehr haben - Papa ist nicht zu sehen!
Mama scheint dann der Ansicht zu sein, dass ich es jetzt mit meiner Vorsicht etwas übertreibe - sie macht ihr eigenes Ding.
Aber ich sage ja immer: Vorsicht ist besser, als Nachsicht!
Besser ich schaue noch einmal nach ...
Plötzlich reißt meine Mama ihr großes Maul auf und ich bin natürlich sofort wieder in Habachtstellung. Aber ich will mich nicht verrückt machen, sicherlich ist sie einfach nur müde. Es ist hier heute in der Hippo Bay extrem viel los und wir bekommen beide viel zu wenig Schlaf...
Hoffentlich bekommen unsere Pfleger das mit und wir dürfen schon eine Stunde früher Feierabend machen. Die Besucher hätten dann die Chance sich mal ganz ausgiebig mit den anderen Bewohnern der Hippo Bay zu beschäftigen und Kathy ist ja auch noch da ...
Sieht Mama Dinge, die ich nicht sehe?
Ach du liebes Lieschen - ich ahnte es schon. Da isser also doch!
Immerhin, habe ich ihn diesmal rechtzeitig gesehen ....
Diesmal ist Papa nur ein paar Runden geschwommen und ist dann wieder abgeschoben. Ich bin schnell zu Mama gelaufen - die hat natürlich Papa auch sofort gesehen.
Offenbar ist sie am Überlegen, wie es jetzt mit uns auf der Lagune weitergehen soll. An Schlaf ist nicht zu denken - eine Kleinigkeit essen, wäre ein gute Option, wie ich finde ...
Mit ihrer tollen Orientierung finde Mama zielgerichtet schnell die Stelle wieder, an der Papa vorhin sein Geschäft verrichtet hat. Na, dann will ich mich mal stärken - wegen der Bindung und der gesunden Inhaltsstoffe, die mich und mein Immunsystem auch so groß und mächtig werden lassen, wie mein Papa ein Held ist ...
Köstlich ....
Schließlich kommt Mama bei mir vorbei und erkundigt sich, wie weit ich mit dem Essen bin ...
Also eines ist wohl klar:
Da kann man sich doch wohl kaum noch vorstellen, dass ich arg untergewichtig geboren wurde und dass man sich um mich und mein junges Leben ein wenig Sorgen gemacht hat...
Ich hatte bereits an anderer Stelle schon mal erzählt, dass ich bei meiner Geburt noch einen Bruder hatte - er hatte es leider nicht geschafft und nun waren alle Hoffnungen in mich gesetzt.
Ich möchte betonen, dass ich "allen Hoffnungen" gerecht geworden bin!
So nun aber schnell zu Mama geschwommen ...
Plötzlich ist Papa da - ganz vorsichtig - nicht wieder mit so lautem Gegröle. Ich freue mich, ihn zu sehen und begrüße ihn, mit einem "Hallo" in meiner Lautstärke ...
Mama ist stolz auf mich - ich bekomme einen kleinen Knutscher und bin sehr zufrieden mit mir!
Weiter gehts...
Ich wollte euch mal zeigen, wie das bei uns Flusspferden mit dem Schwimmen und Atmen geht. Ich hatte ja schon mal erzählt, dass Mama mir erzählt hat, dass ausgewachsene Flusspferde aufgrund ihres Gewichst nicht schwimmen können. Mama und Papa stoßen sich am Boden ab und bewegen sich so unter Wasser fort - regelmäßig müssen sie hochkommen und Luft holen. Dass muss ich natürlich auch - zaubern kann ich zumindest Aktuell nicht!
Aber wir liegen ja auch stundenlang auf der Wasseroberfläche und dösen so vor uns hin. Hier könnt ihr sehen, wie beweglich meine Nasenlöcher sind - sie sind recht weit oben und ich kann sie ganz groß werden lassen und so bekommen wir Luft, obwohl manchmal scheinbar nur unsere Augen auf dem Wasser zu sehen sind.
An meiner Lieblingsecke der "Hippo Bay" stoßen Mama und ich wieder auf Papa - keine Ahnung, was er vor hat - es bleibt jedenfalls alles ruhig.
Vielleicht wollte er nur noch einmal nach mir schauen und mir die Gelegenheit geben, ihm "Hallo" zu sagen ...
Eben noch hier und im nächsten Augenblick wieder ganz woanders ...
Kurz darauf, ist Papa an der anderen Seite der "Hippo Bay" am Durchknallen. Er springt, wie ein Ziegenbock durch das Wasser. Die Schreiberline freute sich sehr, wenigstens annährend einen dieser Augenblicke festzuhalten. Das ist halt genauso wie bei mir. Papa sagt nicht Bescheid und so muss man höllisch aufpassen, um nicht zu verpassen.
Also ja, dass ist schon beeindruckend. Ich werde mächtig üben müssen, um irgendwann in Papas Fußstapfen zu treten.
Mama und ich überlegen derweil, ob es vielleicht jetzt möglich ist, ein kleines Nickerchen auf unserem Lieblingsplatz zu machen.
Mein Papa Bouli ...
Die Zeiten sind schwierig geworden - man muss die Feste feiern, wie sie kommen!
Und da im Augenblick hier ein bisschen Ruhe eingekehrt, hieven wir uns auf die Lagune
Vor sich hin dösen möchte Mama nicht - sie wirkt auf mich leicht unruhig. Diesmal ist sie es, die nachschaut, ob Papa irgendwo in der Nähe ist.
Nun, meine Freunde - auf dieses Bild ist die Schreiberline richtig stolz. Es ist, von ca. 300000000 Millionsten Bildern, das einzige Bild, auf dem ich meine Öhrchen bewege. Es gibt wohl Menschen, die gar nicht wissen, dass ich meine Öhrchen so drehen kann. Auch die Schreiberline, wusste das nicht und wenn es ihr jemals, jemand erzählt hätte, dann hätte sie es wahrscheinlich nicht geglaubt. Fake, ist ja inzwischen überall Zuhause!
Lange Rede, kurzer Sinn - selbstverständlich kann ich mit den Ohren wackeln, allein schon deshalb, um mir nach dem Tauchgang ggf. das Wasser aus meinen süßen, kleinen Öhrchen zu schütteln. Da geht es mir, wie den Menschen - Wasser im Ohr ist letztlich unangenehm. Menschen können mit dem Q-Tipp versuchen, ihr Ohr zu trocknen - was allerdings nachweislich über kurz oder lang zur Taubheit führt.
Das ist mir - selbst wenn ich das Risiko in Kauf nehmen würde, ist es mir angesichts meiner fehlenden Feinmotorik nicht möglich! Hier auf dem Bild, komme ich aber weder aus dem Wasser, noch bin ich irgendwo getaucht - ich schwöre, dass ich in keinerlei Atmosphären unterwegs gewesen bin. ..
Warum schüttle ich jetzt also mit meinem Öhrchen?
Nun, meine Kollegen im fernen Afrika schütteln auch mit ihren Ohren, um all das blöde Ungeziefer fern zu halten - das habe ich hier in der "Hippo Bay" nicht nötig...
So eine richtige Erklärung habe ich eigentlich auch nicht. Aber ich will euch sagen, dass Mama Nala irgendwie sehr unruhig ist - sie ist mit mir hier auf die Sandbank gegangen und scheint nervös zu schauen, ob mein Papa in der Nähe ist.
Natürlich überträgt sich ihre Unruhe auf mich. Ich bin zwar erstens nur ein kleines Flusspferdbaby, aber dennoch sehr sensibel für jegliche gefühlten Ungereimtheiten meiner Mama.
Ich wage jetzt mal, trotz meiner "jungen Monate" zu sagen, dass ich mir Sorgen mache!
Es ist ja auch völlig egal, ob andere meinen, dass ich den Zusammenhang richtig einschätzen kann - meine Mama ist aufgeregt und ich werde unsicher!
Also ja, ihr braucht euch deshalb aber keine Gedanken zu machen. Für meine Kollegen im fernen Afrika ist das wahrscheinlich "täglich Brot" ...
Meine Mama ist die Beste und egal, warum sie so unsicher ist, sie wird mich immer beschützen ...
Nun, was soll ich sagen - ich bin ja noch ein Kind und bis ich die erwachsenen Flusspferde verstehe, vergeht wohl noch ein bisschen Zeit!
Aber irgendwie verhält sich Papa meiner Mama gegenüber komisch. Ständig hängt er ihr auf der Pelle - ich will nicht denken, dass er sich heute gar nicht für mich interessiert hat - aber möglicherweise ging es um meine Mama!
Aber die gehört ja nun definitiv mir - da kann er sich gehackt legen ...
Was Mama jetzt wohl mit mir vor hat?
Ach herrje - Mama will heute offenbar, ohne vorherige Absprache mit mir, an der täglichen Munddusche teilnehmen. Bislang war mir immer die Flucht geglückt und Mama hatte auch Verständnis für meine Angst. Wie Mamas eben sind, hat sie auch auf das Bad verzichtet, damit ich nicht allein in Sorge, vor dem lauten Wasser von oben, umher irre...
Da Mama aber so viel Spaß bei der Aktion hat und ich ja weiß, dass sie immer auf mich aufpasst und nie etwas tun würde, was mir auch nur ansatzweise schaden könnte, vertraue ich ihr. Anfangs hatte ich mich noch ganz hinten, dicht gedrängt an ihren Po, geklemmt. Ich war im Grunde gar nicht da ... oder so - jedenfalls konnte mich keiner sehen. Aber dann dachte ich mir, dass sich Mama bestimmt freut, wenn ich mich nicht gar so blöd anstelle. Also habe ich mich weiter nach vorne getraut und mich neben sie gestellt.
Also insgesamt, muss ich sagen, dass ich angenehm überrascht bin. Die Dusche macht tatsächlich Spaß ...
Liebe Fans - nun ist diese Seite voll. Es gibt noch einige wenige Bilder, die die Schreiberline in die Doku eines weiteren Zoobesuchs einbauen wird. Insbesondere sind das noch ein paar schöne Bilder von meinem Papa ...
Was bleibt noch zu sagen - wie hatten mit der Schreiberline zwei echt tolle und aufregende Tage. Sie hat versprochen, mich bald wieder zu besuchen. Jetzt - sagt sie - ist das Jahr bald vorbei - Weihnachten stünde auch vor der Tür.
Das verstehe ich nicht - mir ist das wahrscheinlich auch recht egal - Hauptsache Mama und Papa sind bei mir und das ich genügend Futter habe. Zeit um mit Mama zu kuscheln ( ihr wisst ja, wg. "der Bindung") und natürlich will ich noch ganz viel von Papa lernen.
In den beiden letzten Tagen habe ich bereits viel gelernt. Ich weiß gar nicht, was für mich die größte Herausforderung bis jetzt war. Entweder die (sorgenfreie) Begegnung mit meinem Papa oder das Aushalten der tägliche Dusche von oben, die mir echt Angst gemacht hat.
In jedem Fall hat sich mein Schlafprogramm gewaltig geändert - ich bin mit Mama viel mehr unterwegs, sowohl im Wasser als auch auf der Lagune. Schließlich bin ich mit Mama auf Papas Seite der Sandbank rauf geklettert - das war schon unheimlich -
bislang gab es für mich eigentlich nur meine kleine Schlafecke! Ich erinnere mich noch gut, wie meiner Mama der Geduldsfaden mit mir riss. Die Zeiten sind vorbei - schließlich bin ich auch kein kleines Baby mehr!
Dann verabschiede ich mich jetzt von euch - passt gut auf euch auf und du liebe Schreiberline, vergiss dein Versprechen nicht und komme bald wieder!