Freizeit 2026

Berlin - Willi Wackelöhrchen - 16.01.2026

 

Ein großes Hallo an alle meine Fans, die mich, meine Mama Nala und meinen Papa Bouli so lieb haben, wie ich sie lieb habe!

Seit unserem letzten Treffen in der "Hippo Bay" sind ungefähr 4 Wochen vergangen. Ich hatte schon befürchtet, dass die Schreiberline nicht kommen würde, denn inzwischen hat der Winter uns fest im Griff. Ich bin ja noch nicht so alt, als das ich mitreden könnte, aber die Zweibeiner sagen, es wäre der kälteste Winter seit 15 Jahren. Temperaturen bis -15 Grad in der Nacht!

Auch tagsüber  scheint es mega kalt zu sein. Die Menschen, die mich und meine Familie besuchen kommen, sind dick eingemummelt und freuen sich, dass es bei mir warm ist.

Natürlich fällt in so einem Winter auch Schnee  - der wurde immer höher und einmal erzählte man sich, dass es  am Abend und in der Nacht  auch noch Sturm gäbe - Schneeverwehungen seien die Folge. Was soll ich sagen, da bin ich doch sehr froh, dass ich in der "Hippo Bay" zuhause bin!

Hier in der "Hippo Bay" geht alles seinen Gang. Aber natürlich ist in den letzten Wochen einiges passiert!

Da wäre zunächst meine Namensgebung. Ich möchte hier klar stellen, dass weder ich noch meine Eltern gefragt wurden! Plötzlich hieß es, dass ich ab sofort "Willi Wackelöhrchen" heißen würde. Wie immer und überall, haben die Menschen unterschiedliche Meinungen. So kam es, dass manche zufrieden waren, mit meinem Namen, weil sie ihn niedlich fanden oder so!

Andere wiederum waren entsetzt, weil ich ja mal so ein großes Raubtier werde, wie mein Papa Bouli und sie "Wackelöhrchen"  nicht angemessen fanden!

Offen gestanden, war ich auch sehr irritiert - erst hatte ich mich ein paar Mal um mich selbst gedreht, weil ich dachte, da steht irgend so ein Warmduscher hinter mir, den ich noch nicht bemerkt hatte. Aber nee, tatsächlich war ich gemeint! Inzwischen habe ich mich zumindest an meinen Vornamen "Willi" gewöhnt und finde sogar, dass Bouli, Nala und Willi gut zusammenpassen. 

 

 

... aber nicht nur meine Namensgebung hat die "Hippo Bay" beschäftigt

Wie ihr oben auf dem Eingangsbild zweifelsfrei erkennen könnt, habe ich inzwischen keine Angst mehr vor meinem Papa. Wir spielen ganz viel zusammen und Papa ist richtig stolz auf mich - ständig will er mich küssen. Ich finde aber auch, dass ich den besten Papa der Welt habe.  Meine Mama ist natürlich auch ganz toll, aber sie hat halt andere Aufgaben im Rudel zu erledigen. Sie sorgt für mein Wohlergehen und passt auf mich auf, solange ich noch klein bin - bei ihr bin ich immer in Sicherheit. Später muss ich als großer Bulle auch  mein Revier gegen andere Bullen verteidigen. Aber bis dahin fließt noch ein wenig Wasser den Rhein herunter. Trotzdem hat mein Papa angefangen, mir alles mögliche beizubringen. Bei den "Blubberblasen" sind wir leider noch nicht angekommen. Im Moment zeigt er mir - neben den täglichen Spieleinheiten - wie man durch Imponiergehabe seine Dominanz aufbaut. Also ehrlich mal, mein Leben ist richtig spannend! 

 

Naja - natürlich ist die tägliche Portion Schlaf oder auch zwei tägliche Portiönchen Schläfchen noch immer ein absolutes Muss.  Aber auch hier gibt es Veränderungen. Zum Einen habe ich auf der Lagune einen anderen Stammplatz als noch im Dezember zugewiesen bekommen und zum Anderen liege ich nun im Januar häufig mit meiner Mama zusammen.  Der Nachteil ist ein wenig, dass sie mich nicht mehr so liebevoll anhimmelt wie früher - der Vorteil ist aber definitiv,  dass sie jetzt so dicht bei mir liegt, dass ich mich ganz doll an sie ankuscheln kann. Das ist schon sehr angenehm!

Leider werden auch wir Flusspferde ab und zu krank - also nichts Schlimmes - aber eben doch so schlimm, dass Mama Nala kein Bock zu nichts hat.

Ich hörte eine Besucherin mit der Schreiberline sprechen - sie erzählte, dass Mama Nala Schnupfen habe. Meine anfängliche Skepsis, ob das stimmen könnte, wich dann irgendwann aber doch dem Glauben , dass dem wohl so sei. Ich hatte mich schon eine ganze Zeit gewundert, was Mama da so weißes Zeug an der Nase hat. Nach eingehender Recherche und in Rücksprache mit unseren Pflegern ist mir gesagt worden, dass Nilpferde anfällig sind für Atemwegsinfektionen.  Angeblich - erzählten sie - können wir auch an COVID-19 erkranken.  In einem holländischen Zoo hatte man bei zwei erkrankten Flusspferden COVID festgestellt - man geht davon aus, dass die Tiere sich bei Ihren Pflegern angesteckt haben. Das hört sich ja nicht so gut an - aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Mama einfach nur einen Schnupfen hat und sich nun gesund schläft. Das weiße Zeug ist wahrscheinlich ein Genesungspülverchen, dass sie von den Pflegern durch die Nase, mit so einer Art Strohhalm, gepustet bekommen hatte.

 

Aber so genau weiß ich dass nun auch nicht und ihr wisst ja, es werden ständig irgendein Müll und Halbwahrheiten verbreitet.

Wie schlafen jetzt erstmal und dann sehen wir nachher weiter ...

 

Das Mama mich als ihr Kopfkissen zu würdigen weiß, freut mich natürlich ungemein - endlich kann ich mich für ihre grenzenlose tägliche Liebe und Fürsorge revanchieren ...

 

Sach ma Mama, ob ich wohl mit Papa ein paar Runden schwimmen gehen könnte? 

 

Das Antwort von Mama entsprach nicht ganz meinen Wünschen

 

Papa lümmelte derweil im Wasser und hatte seinen Kopf auf den Rand der Lagune abgelegt, so wie meine Mama das noch im Dezember letzten Jahres gemacht hatte.

Ich denke, er wollte auf keinen Fall verpassen, wenn Mama Nala mir endlich die Erlaubnis gibt, mit ihm spielen zu dürfen ...

 

 Zwischendurch rannte ich auf der Lagune  vor ihm hin und her . Wenn ich nicht zu ihm ins Wasser darf, vielleicht kommt er ja zu mir und dann können wir fangen spielen ... 

Hat aber alles nicht geklappt ...

 

Damit die Schreiberline nicht ganz so traurig ist, mache ich aber noch ein paar Figürchens mit Papa am Lagunenrand. Schließlich ist sie ja nicht hier, um mir beim Schlafen zuzusehen. Aber was hätte ich machen sollen, Mama hatte mich nicht ziehen lassen wollen ...

 

 

Nachdem Papa  mich mal hat an seinem Maul schnuppern lassen - hatte ich Mühe nicht das Bewusstsein zu verlieren. Er roch etwas streng, aber ich denke, dass das für einen großen, starken Bullen so sein muss.

Da ich aber diese Mutprobe unbeschadet überlebt habe, setzte Papa noch einen oben drauf. Ich durfte von richtig nah, ihm bis in seinen Hals gucken - seine großen Hauer und Stoßzähne bewundern. Das war echt gigantisch und natürlich bin ich sehr stolz, dass Papa mich so ebenbürtig erachtet, dass ich mir sein gefährlichstes Werkzeug anschauen durfte ...

 

Das ist wirklich gewaltig und echt angsteinflößend ...

 

Also nicht, dass ihr jetzt denkt, ich sei nun doch umgefallen - wäre womöglich noch bewusstlos. Nein, Nein - ich bin nur von der Strapaze leicht müde geworden und muss mich erst einmal etwas ausruhen. Die Schreiberline hat dann eben mal mein kleines hintere Teil fotografiert.

Ja, ich ahne schon, dass der Eine oder Andere der Ansicht ist, dass mein kleines Schwänzchen so gar nicht mit meinem Gesamterscheinungsbild in Einklang zu bringen geht - auch meine Füße, wirken eher zierlich. Ich hab mal bei Mama und Papa und auch bei meiner Tante nachgesehen, wie das bei denen so aussieht - Gott sei Dank, die haben auch nicht mehr. Also gar keinen Grund zur Sorge ...

 

und da wir nun dass nächste Schläfchen einläuteten, überlegt die Schreiberline, ob es jetzt an der Zeit sei, gewissermaßen fremd zu gehen.  Ich fand das mehr als grenzwertig, aber da ich ihr ja nun auch nichts  bieten konnte, musste ich sie schweren Herzens ziehen lassen ...

 

Totenkopfaffe

 

Klammeraffe

 

Bartaffe

 

Als die Schreiberline nach kurzer Zeit wieder zurück in die "Hippo Bay" kommt,  sieht alles aus, wie auch schon zum Zeitpunkt ihrer Ankunft.

Wenngleich ich und meine Familie tatsächlich nicht gerade überschäumen vor lauter unbändiger Bewegungslust, muss ich aber auch zu unserer Ehrerbietung erzählen, dass die Schreiberline heute erst spät kam. Ich hatte mich mit meinem Papa  für heute früh verabredet. Wie wollten "mal die Sau raus lassen" bevor sich wieder die vielen Besucher an der Scheibe drängeln. Punkt Neun  starteten wir mit unserem Programm. Es waren lediglich zwei  Besucherinnen vor Ort. Ich glaube, dass waren die Beiden, die ich auch schon mit der Schreiberline zusammen hier gesehen hatte. Von der Schreiberline war allerdings nichts zu sehen.

 

Ja und so kam es, dass ich mit meinem Papa wild getobt habe und wir uns nach ca. 1 Stunde zum Ausruhen hingelegt haben. Ich bin mit Mama Nala - die unser Toben, die ganze Zeit beobachtet und schließlich auch entschieden hat, dass wir nun aufhören müssen - auf die Lagune zurück geklettert und Papa hat sich an den Rand gelegt und seinen großen schweren Kopf  so platziert, dass er mich im Blick hatte. 

... und dann kam plötzlich die Schreiberline angelaufen - ich lupfte kurz meine Augenlider und wunderte mich - warum kommt sie denn heute so spät?

Wie sich später durch die Reihen erzählt worden ist, war ihr ein "Missgeschick" passiert. Natürlich war sie pünktlich losgegangen -  wie ich  schon vermutet hatte, war sie mit den anderen Frauen verabredet. 

Sie war untröstlich - hatte sie doch tatsächlich ihren gepackten Fotorucksack vergessen mitzunehmen und ist dann den ganzen Weg wieder zurück gefahren!

Beim nächsten Anlauf hatte sie dann alles dabei, aber Papa und ich waren fertig mit toben...

Nun gut, es half ja alles nichts - selbst wenn ich extra für die Schreiberline mit Papa noch eine kleine Zugabe arrangiert hätte, Mama hätte mich nicht mehr gelassen.

 

 

Als die Schreiberline von ihrem Besuch durch den Zoo wieder zurück kommt, war meine Mama aufgestanden und ins Wasser gegangen. Ich hatte es mir inzwischen richtig gemütlich gemacht und die Ruhe um mich herum genossen. Es ist ja so: Wenn ich mit Papa spiele, dann ist es sehr laut in der "Hippo Bay" - Papa brüllt und tobt wie toll und ich jauchze vor Freude.  Auch meine Fans - auf der anderen Seite der Scheibe drehen vor Begeisterung komplett am Rad. Sie  schreien und lachen und manchmal bin ich nicht sicher, ob sie vielleicht taub sind! So laut sind wir Nilpferde nicht! Wenn ich nun so gemütlich vor mich hin döse, kann ich die Ruhe gut vertragen. Meine Fans kommen rein, sehen mich schlafen und gehen  auf der anderen Seite wieder hinaus. Manchmal ist das ganz nett und reicht mir völlig an Zuwendung!

 

Aber ich will ja nicht unhöflich sein und so tun, als hätte ich nicht bemerkt, dass Mama sich mir nähert oder besser gesagt, mich im Auge hat. Also stehe ich erst einmal auf...

Wie ihr seht, kann ich recht schnell laufen und meine Beine dabei in alle Richtungen schmeißen. Wir Flusspferde sind trotz unserer Figur recht wendig ...

 

Die Schreiberline ist der Ansicht, dass mir hier auf diesem Bild der Schabernack im Gesicht geschrieben ist  - manchmal ist das so - jetzt im Augenblick ist es aber eher so, dass ich sehe, dass meine Mama Kurs auf mich nimmt ...

 

 ... ich tue jetzt einfach so, als würde ich sie überhaupt nicht bemerken  - also, dass ich sie gewissermaßen nicht gesehen habe - so ähnlich wie übersehen - manchmal ändert auch ihre Größe nichts an den Tatsachen ...

 

Es kommt allerdings wieder so, wie es kommen muss - meine Mama kommt mich holen, weil ich eigentlich keinen Bock habe ins Wasser zu gehen. Ich erinnere  mich gar nicht mehr so genau, was sie eigentlich wollte. Vielleicht sollte ich Essen kommen oder sie war der Ansicht, dass meine zarte Haut jetzt langsam mal wieder etwas Wasser benötigt, damit sie nicht  austrocknet. So doof ich das manchmal auch finde, habe ich  gelernt, dass das halt die Aufgaben meiner Mama sind, damit es mir gut geht.

 

In meiner Heimat ist es ja so, das den ganzen Tag die Sonne von oben herunter knallt. Wir Flusspferde liegen deshalb überwiegend im Wasser oder kühlen unsere Haut im Schlamm, damit sie nicht verbrennt oder dolle Risse bekommt. Ist schon okay, dass Mama auf mich aufpasst!

Auch mit dem Fressen ist das so eine Sache. Ja, ich fresse schon mal einen Apfel oder auch zuweilen ein Salatblatt, wenn mir danach ist. Aber groß werde ich nur, durch Mama's Milch. Sie säugt mich mehrmals am Tag und zwar unter Wasser.  Für mich wäre es praktischer, wenn sie einfach auf die Lagune käme, macht sie aber nicht.  Das ist gegen unsere Natur - Wir sind im Wasser  z.B.  vor Löwen oder Hyänen geschützt - instinktiv schließen wir unsere Ohren und Nasenlöcher, um zu trinken und kommen nur ab und zu zum Luftholen hoch.

Wir Kälber nutzen oft auch den Rücken oder Nacken der Mutter als sichere Ruheplattform im Wasser

 

Ach, Hallo Mama - ich habe dich gar nicht kommen gesehen - was gibt es denn...

 

Mama stupst mich an, was soviel heißt, wie "Ab ins Wasser"

 

Diesmal scheine ich mich geirrt zu haben - wir halten auf unserem Ruheplatz an - wollen wir ein Schläfchen machen?. Das würde mich freuen - dass Wasser ist ja auch nachher noch da - also es läuft ja nicht weg. Wohin sollte es auch laufen - da würden womöglich meine Fans ertrinken!

 

Ich gähne schon mal herzhaft, damit Mama weiß, dass sie meine volle Zustimmung hat ...

 

Also ich weiß jetzt gar nicht was Mama von mir will - sie schubst mich schon wieder leicht an. Das bedeutet eigentlich, dass ich weiter gehen soll und meist meint sie auch nur eine bestimmte Richtung: Sie will wohl doch, dass ich ins Wasser gehe ...

 

Ich versuche es jetzt noch mal mit drehen und wenden - das konnte ich ja schon als Baby ganz gut - geholfen hat es mir leider nicht. Früher nicht und heute wohl auch nicht ...

 

Nagut, ich habe es wenigstens versucht - aber jetzt scheint gleich wieder die Sache mit dem Geduldsfaden  hinzuzukommen - das will ich nicht. Schließlich bin ich schon fast groß und da möchte ich so einen Ärger nicht mehr mit Mama haben ...

 

Okay, Okay ...

 

Hallo Papa - hier bin ich ...

 

Meine lieben Fans - nun geht der Tag allmählich zu Ende! Schade, dass die Schreiberline erst so spät vor Ort war - so blöd kommen die Dinge manchmal. Ich habe mich bemüht noch ein wenig "gute Figur" zu machen und die Schreiberline ist auch eigentlich ganz zufrieden nach Hause gefahren. Allerdings muss man sagen, dass die Schreiberline allein bei meinem Anblick derart in freudige Aufregung gerät, das ich mich nicht allzu verausgaben brauchte, um sie trotz ihrer " Malesche"  zufrieden zu stellen...

Das Schönste allerdings ist, dass sie morgen wieder kommt und vielleicht ist sie dann ja pünktlich. Ich denke, wir werden Spaß haben - also bis morgen ...